Winner of the Project of the Season – Summer 2019

Winner of the Project of the Season – Summer 2019

With 55 votes, bauwoodwork made the race and won the contest “Project of the Season Summer 2019”


Background story by bauwoodworks

Here’s his background story of the project – first in German, further down in English.

Warum hast Du dieses Projekt gebaut?

Ich wollte mich als Holzwerker herausfordern und etwas richtig Großes mit Waldkante bauen.

Da hochwertiges Holz, ja bekanntlich nicht gerade günstig ist, konnte ich es mir nicht leisten so ein Projekt einfach nur für mich selbst zu bauen. Zum Glück hat mein Stiefvater das Bett finanziert da, er auf der Suche nach einem besonderen Bett war, aber in Möbelhäusern keins finden konnte.

Welches sind die wichtigsten Materialien, die Du benutzt hast?

Europäische Eiche. Jede Menge davon. Fast das komplette Bett ist aus demselben 250 Jahre alten Eichenstamm aus Sachsen. Der Baum wurde bei einem Sturm schwer beschädigt und musste gefällt werden. Ich bin sehr froh, dass daraus kein Feuerholz geworden ist sondern richtig schöne Bohlen.

Die große Bohle fürs Kopfteil war ziemlich riesig. 3,3 m lang, 90-95 cm breit, 52 mm dick und wog anfangs über 120 Kg. Alle anderen Teile sind aus den direkt angrenzenden Bohlen gemacht. Die beiden Seitenteile zum Beispiel sind perfekte Spiegelbilder der Maserung, da sie im Baum aneinander lagen.

Die einzigen Teile, die nicht von diesem Eichenbaum stammen, sind die Ebenholz-Intarsien im Kopfteil und die Multiplex-Verbinder, die das Kopfteil bzw. die Bettpfosten mit den Seitenteilen zusammenfügen.

Welche Werkzeuge und Maschinen kamen hauptsächlich zum Einsatz?

Meine Oberfräse war mit Abstand am Wichtigsten. Ohne sie wäre es nicht möglich gewesen. Mit einem selbstgebauten Abrichtschlitten, habe ich das Kopfteil von beiden Seiten plan gefräst. Dafür habe ich mir extra einen möglichst großen Nutfräser mit Grundschneide angeschafft, damit es ein wenig schneller geht.

Ansonsten hat mir meine Abricht-Dickenhobelmaschine noch gute Dienste geleistet, denn per Hand hätte ich diese Menge an Holz nicht hobeln wollen.

Kannst Du kurz und knapp darstellen, wie Du vorgegangen bist?

2 volle Tage habe ich gebraucht um das Kopfteil mit der Fräse abzurichten und dann nochmal mindestens einen halben um meine Werkstatt wieder sauber zu bekommen. Mein Schlitten hat leider keine Möglichkeit eine Absaugung anzuschließen, daher waren Späne überall.

Für die Intarsien, habe ich das Grobe mit der Oberfräse entfernt und mich dann mit dem Stechbeitel langsam an die perfekte Passform herangetastet.

Auf der Rückseite vom Kopfteil habe ich drei Gratleisten angebracht, damit es sich nicht verzieht und unten zwei Füße, um es den schwebenden Look zu geben.

Das Aushobeln und der Zuschnitt der anderen Teile war recht simpel. Bei der Auswahl der Maserung habe ich auf ein paar Dinge geachtet. Ich habe stehende Ringe für die Seiten- und das Frontteil gewählt mit einem kleinen Streifen Splintholz an der Unterseite. Dieser läuft einmal ums Bett und findet mündet genau in den Splintholzstreifen am Kopfteil (Leider habe ich das auf den Fotos nicht so gut festgehalten).

Die Verbinder für die Seitenteile habe ich in die gefrästen Nuten eingeleimt. Mit dieser Verbindung kann man das Bett in wenigen Sekunden auf- und abbauen.

Die beiden Bettpfosten haben diagonal verlaufenden Maserung. Für die Lattenrostauflagen habe ich dann die “Reste” genommen und versucht grobe Defekte zu entfernen. Die Ecken sind per Eckblattung (ohne Leim) verbunden und die beiden zusätzlichen Stützen am Mittelträger sind mit einer offenen Schlitz- und Zapfenverbindung angeschlossen.

Nachdem ich alle Kanten gefast hatte und alle Teile mit 220er Körnung geschliffen hatte, habe ich die erste Schicht Top-Oil aufgetragen. Dann nochmal mit 400er Körnung geschliffen und dann die zweite und letzte Schicht aufgebracht.

Bist Du mit dem Ergebnis zufrieden oder würdest Du im Nachhinein etwas anders machen?

Ich bin sehr zufrieden mit diesem Projekt. Wenn ich es nochmal baue, würde ich 2 Dinge anders machen:

Erstens würde ich Auflagen für die Lattenroste mit Dominos anbringen und nicht schrauben. Somit wäre das komplette Bett metallfrei und nur aus Holz und ein wenig Leim. (Randnotiz: Direkt danach habe ich mir einen Domino zugelegt.)

Zweitens, würde ich das Kopfteil im Freiem abrichten um mir die riesen Sauerei mit den Spänen zu ersparen.

Vielen Dank an alle, die für mein Projekt gestimmt haben. Ihr habt mich damit sehr glücklich gemacht

Mehr Bilder und auch Videos von der super coolen Verbindung an den Seitenteilen, sowie von meinen anderen Projekten findet ihr in meinem Instagram Feed: @BauWoodworks https://www.instagram.com/bauwoodworks/


English version of bauwoodwork story

Why did you build this project?

I really wanted to challenge myself and build something big with live edges.

However good-quality hardwood is pretty expensive, and I couldn’t afford to build a project at this scale just for myself. Luckily my father in law was willing to spend some money on a new bed, since he was not able to find one in a store that has met his expectations.

What are the main materials that you used?

European Oak. A lot actually. Almost everything in this bed is from the same huge, 250 year old oak tree from Saxony, Germany. The tree had been damaged by a storm and had to be taken down. Luckily it was not turned into firewood and they made some gorgeous boards out of it.

The big slab for the headboard was enormous. 3.3m long, 90-95cm wide, 52mm thick and weighed over 120kg. The other pieces are from the directly adjacent slabs in the tree and the two sides of the bed are exact mirrors of each others because I matched them after resawing.

The only parts not from this tree are the bowtie keys in the headboard, which are out of ebony and the connectors between the sides which are out of plywood.

Which tools and machines were important in building this project?

Definitely my router. I wouldn’t have been able to build this without it. I used the the router with a shop made  sled to flatten the headboard from both sides. Therefore I purchased a router bit with as much of a diameter as possible to speed up the process.

The router was also used to route the recess into the sides, the bed posts and the headboard in order to insert the connectors.

Also vitally important was my jointer/planer-combo, because surfacing that much wood by hand would have been a nightmare.

Can you give us a short overview of the building process?

It took two full days to flatten the headboard with the router and sled, and then it took another half day to simply clean my workshop. My router-sled setup doesn’t have proper dust collection and it created a huge mess from all the sawdust it generated.

For the bowtie keys I routed out the majority of the waste and chiseled it to the perfect  fit.

In the back of the headboard, I inserted three sliding dovetails in order to keep the slab flat and then attached two feet to the bottom to give it a floating look.

Milling and cutting the other pieces to size was pretty straight forward. In this step, I really turned my attention to the grain selection for each piece. I took quarter-sawn pieces for the front and sides with a small strip of sapwood at the bottom, which goes around the whole bed and meets the sapwood of the headboard (I was not really good at capturing that in the pictures though).

The connectors that bridge the two sides with the headboard and the front piece are simply glued in the routed slots. This allows for a super quick toolless dis-/assembly of the whole bed.

The two posts in the front are rift sawn. For the mattress supports, I took the “leftovers” and tried to cut around the knots. They received half lap joints at the corners and bridle joints for the two additional posts by the centerpiece.

After chamfering all edges and sanding to 220 grid, I applied the first coat of an oil wax blend. I then sanded it again with 400 grid and applied the second and final coat of finish.

Are you satisfied with the result or would you change anything if you could?

Yes, I am super happy with this build. If I were to build it again, I would change just two things:

First, I would attach the side supports for the mattresses with dominos instead of screws. That way, the entire bed would be out of wood and glue without a single piece of metal. (Sidenote: After the project I purchased the domino.)

Second, I would flatten the slab outdoors in order to avoid the huge mess it made with all the dust.

Thank you so much to everyone that voted for my project. You really made me happy

If you want to see pictures from this build, a video of the super cool joints for the sides or the other projects I’m working on, check out my Instagram: @BauWoodworks https://www.instagram.com/bauwoodworks/

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